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ESL-Regelwerk: Werkzeug oder Waffe?
By 'Perdita'
May 7, 2008 11:30
Das deutsche ESL-Reglement im Bereich Warcraft3 umfasst dutzende Unterpunkte, hunderte Paragraphen und sollte durch ein Regelupdate ein wenig durchsichtiger werden. Dabei soll die Hostregelung für nicht-deutsche Spieler entschärft werden und der Einsatz von neutraleren Hosts, GArena und Listchecker gefördert werden - doch im Zweifelsfall bestimmt der deutsche Spieler immer noch, die schlechtesten Bedingungen für den Gegner zu erzwingen, selbst wenn er dabei minimal schlechtere Bedingungen in Kauf nehmen muss. Sind die neuen Regeln der ESL also hinfällig?
Link zur ESL-News: http://www.esl.eu/de/wc3/news/56245/
Host erzwingen ist also ein absoluter Nachteil für nicht-deutsche Teilnehmer der deutschen ESL-Ligen und besonders innerhalb der Premier League ein beliebtes Mittel um gegen einen stärkeren Spieler zu besiegen. Einerseits will die ESL den Status der deutschen Liga wahren, andererseits nicht die ausländischen Ikonen wie Satiini, Knoff oder FuRy missen. Mit dieser Regelung schafft man es immer wieder Nachteile zu erzwingen und die Motivation auch internationale Spitzenspieler auflaufen zu lassen sinkt.
Wie man in der ESL das Regelwerk als direkt Waffe einsetzen kann, konnte man am Dienstag in der Premier League Relegation sehen. Im Clanwar zwischen Dharma Initiative und pod kam es im Vorfeld zu einer Anfrage seitens pod zwei Submatches zu verlegen, Dharma stimmte zu. Der Spieler reV beschwerte sich über Lagg auf deutschem Battle.Net-Host und wollte deshalb auf GArena spielen, Dharma stimmte zu. Auf die Anfrage nach einem Listchecker-Host im Spiel von Frizzer und Harlequeen lehnte man vehement eine mögliche bessere Spielmöglichkeit ab. Der erste Host war für den russischen Spieler nicht spielbar und er verließ nach wenigen Sekunden das Spiel. Auf dem zweiten Host lief das Spiel ca. 40 Sekunden, Frizzer hatte sichtlich mit Lagg zu kämpfen und entschied sich ebenfalls das Spiel zu verlassen. Clan pod forderte einen Default-Win für diese Map basierend auf:
- Frizzer verließ das Spiel "ohne Kommentar"
- Frizzer erkannte die Offensivtaktik und sah keine Chance mehr
- Frizzer weigerte sich vehement auf deutschem Host zu Spielen
(Statement wurde nach freundlichem Anfragen der ESL 16:25 Uhr entfernt)
Diesem Antrag auf Default-Win wurde nach Regel 9.4.13 stattgegeben.
"9.4.13. Disconnects
Disconnected ein Spieler noch vor der ersten Feindberührung (dies schließt ein Scouting mit ein), gibt es in jedem Fall ein Regame. Das Match wird erneut gehostet. Disconnected ein Spieler nach einer Feindberührung und spricht der Gegner dem gedroppten Spieler kein Regame zu, gilt die Map für den gedroppten Spieler als verloren"
In der Premier League Relegation entscheidet dementsprechend ein Wisp über den Clanwar und den möglichen Einzug in die nächste Saison. Hinweise auf die Unspielbarkeit auf diesem zweiten Host wurden von Anfang an ignoriert und eine Eilentscheidung gefällt, die an Unsportlichkeit nicht zu überbieten ist. Obwohl man auf den ersten Blick diese Probleme erkennen kann, weicht man nicht von dieser genutzten Regel ab, sondern lässt Clan pod das Regelwerk missbrauchen und interveniert in keinster Weise.
Ein Scoutwisp darf niemals einen Clanwar entscheiden und ist ein absoluter Missbrauch des ESL-Reglements, welches bewusst seitens pod als Waffe genutzt wurde. Um sich eine eigene Meinung bilden zu können, sollte man sich das Replay und das folgende kurze geschnittene Video ansehen.
Replay: http://www.esl.eu/de/wc3/clanwar/pl10_rele/download/7680373/
Video: http://rapidshare.com/files/113110006/ESL_Entscheidung_gegen_Dharma.rar
Matchlink: http://www.esl.eu/de/wc3/clanwar/pl10_rele/match/9522673/
Link zur ESL-News: http://www.esl.eu/de/wc3/news/56245/
Host erzwingen ist also ein absoluter Nachteil für nicht-deutsche Teilnehmer der deutschen ESL-Ligen und besonders innerhalb der Premier League ein beliebtes Mittel um gegen einen stärkeren Spieler zu besiegen. Einerseits will die ESL den Status der deutschen Liga wahren, andererseits nicht die ausländischen Ikonen wie Satiini, Knoff oder FuRy missen. Mit dieser Regelung schafft man es immer wieder Nachteile zu erzwingen und die Motivation auch internationale Spitzenspieler auflaufen zu lassen sinkt.
Wie man in der ESL das Regelwerk als direkt Waffe einsetzen kann, konnte man am Dienstag in der Premier League Relegation sehen. Im Clanwar zwischen Dharma Initiative und pod kam es im Vorfeld zu einer Anfrage seitens pod zwei Submatches zu verlegen, Dharma stimmte zu. Der Spieler reV beschwerte sich über Lagg auf deutschem Battle.Net-Host und wollte deshalb auf GArena spielen, Dharma stimmte zu. Auf die Anfrage nach einem Listchecker-Host im Spiel von Frizzer und Harlequeen lehnte man vehement eine mögliche bessere Spielmöglichkeit ab. Der erste Host war für den russischen Spieler nicht spielbar und er verließ nach wenigen Sekunden das Spiel. Auf dem zweiten Host lief das Spiel ca. 40 Sekunden, Frizzer hatte sichtlich mit Lagg zu kämpfen und entschied sich ebenfalls das Spiel zu verlassen. Clan pod forderte einen Default-Win für diese Map basierend auf:
- Frizzer verließ das Spiel "ohne Kommentar"
- Frizzer erkannte die Offensivtaktik und sah keine Chance mehr
- Frizzer weigerte sich vehement auf deutschem Host zu Spielen
(Statement wurde nach freundlichem Anfragen der ESL 16:25 Uhr entfernt)
Diesem Antrag auf Default-Win wurde nach Regel 9.4.13 stattgegeben.
"9.4.13. Disconnects
Disconnected ein Spieler noch vor der ersten Feindberührung (dies schließt ein Scouting mit ein), gibt es in jedem Fall ein Regame. Das Match wird erneut gehostet. Disconnected ein Spieler nach einer Feindberührung und spricht der Gegner dem gedroppten Spieler kein Regame zu, gilt die Map für den gedroppten Spieler als verloren"
In der Premier League Relegation entscheidet dementsprechend ein Wisp über den Clanwar und den möglichen Einzug in die nächste Saison. Hinweise auf die Unspielbarkeit auf diesem zweiten Host wurden von Anfang an ignoriert und eine Eilentscheidung gefällt, die an Unsportlichkeit nicht zu überbieten ist. Obwohl man auf den ersten Blick diese Probleme erkennen kann, weicht man nicht von dieser genutzten Regel ab, sondern lässt Clan pod das Regelwerk missbrauchen und interveniert in keinster Weise.
Ein Scoutwisp darf niemals einen Clanwar entscheiden und ist ein absoluter Missbrauch des ESL-Reglements, welches bewusst seitens pod als Waffe genutzt wurde. Um sich eine eigene Meinung bilden zu können, sollte man sich das Replay und das folgende kurze geschnittene Video ansehen.
Replay: http://www.esl.eu/de/wc3/clanwar/pl10_rele/download/7680373/
Video: http://rapidshare.com/files/113110006/ESL_Entscheidung_gegen_Dharma.rar
Matchlink: http://www.esl.eu/de/wc3/clanwar/pl10_rele/match/9522673/
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nc
auch sollte er wissen, dass man nach nem feindkontakt nicht leaven sollte ohne dies vorher mit dem gegner abgesprochen so haben.
Ihr würdet doch genau so auf euer recht beharren wenn ihr an PODs stelle wärt oder nicht?
sie sind im recht und das ist nunmal fakt..
dass ding an dieser regel mit den deutschen host is, dass die deutschen spieler das nur machen, damit der gegner nen schlechten ping hat. wenn sie auf garena oder lc spielen würden, hätten sie vermutlich öft ma nen besseren ping als auf dem einfachen deutschen bnethost, den sie immer fordern.
und das is leider einfach rassistisch/diskriminierend/whatever gegenüber allen nicht deutschen spielern
(man sieht es doch auch immer bei solo eas oder turnieren, wenn da deutsche spieler gegeneinander spielen weinen sie sofort rum wenn sie nich listchecker minimum haben, aber bei clanwars wo sie ihre ausländischen gegner auf bnet zwingen können, wodurch ihre gegner nen grottigen unspielbaren ping haben, machen sie es sofort, da kannste den schlechten hintergedanken der deutschen spieler nicht leugnen =/ )
Die Art wie Frizzer das Spiel verlassen hat, sieht ähnlich aus wie wenn ein CS-Team einen Restart erzwingen möchte weil der Spawn schlecht ist (nur dass dem meistens stattgegeben wird).
Und ich glaube kaum, das Harle den Whisp nur geschickt hat, damit es eine Diskussion gibt, falls Frizzer das Game verlässt.
Nicht immer alles so Ernst nehmen :o)